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Ätiologische Faktoren beim juvenilen ischämischen Insult

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Author(s): Glawar B

Journal: Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie
ISSN 1608-1587

Volume: 6;
Issue: 4;
Start page: 7;
Date: 2005;
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Keywords: Atheroskleroserisiko | juveniler Insult | Neurologie | Schlaganfall | Ätiologie

ABSTRACT
Der Schlaganfall ist die häufigste neurologische Erkrankung, die zu einer Spitalsbehandlung führt und verursacht bei vielen Patienten bleibende Behinderungen. Das Alter gehört zu den bedeutendsten Risikofaktoren für das Auftreten eines Schlaganfalls, verdoppelt sich doch die Inzidenz mit jeder Dekade ab dem 45. Lebensjahr. Ca. 5 % der Patienten, die einen Schlaganfall erleiden, sind unter 45 Jahre alt. Diese 5 % bedeuten eine Inzidenz von 10/100.000 Einwohner, sodaß der juvenile Insult kein seltenes Ereignis darstellt. Junge Patienten mit Schlaganfall unterscheiden sich relevant von der Patientengruppe jenseits des 45. Lebensjahres. Dies betrifft die Ätiologien wie auch den Verlauf und die Langzeitprognose der Patienten. Während beim älteren Menschen atherosklerotische Erkrankungen an kleinen und großen Gefäßen im Vordergrund stehen, nehmen sie beim jungen Patienten keinen relevanten Platz ein. Neben seltenen Ursachen für den Schlaganfall bleibt nach wie vor ein beträchtlicher Anteil der Patienten ätiologisch ungeklärt. Eine detaillierte Abklärung ist deswegen beim jungen Schlaganfallpatienten von entscheidender Bedeutung, da die Prognose wesentlich vom weiteren Therapiemanagement abhängt. Die Langzeitprognose ist beim jungen Schlaganfallpatienten besser als bei der älteren Gruppe, aber trotzdem wesentlich schlechter als in der gleichaltrigen Vergleichsbevölkerung. Noch bedeutsamer als beim älteren Patienten mit Schlaganfall sind die sozioökonomischen Folgen für den jungen Schlaganfallpatienten, da die Erkrankung oft familiäre und berufliche Veränderungen nach sich zieht.
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