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Embryonalentwicklung in sequentiellen Kulturmedien

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Author(s): Stecher A | Nijs M | Vandamme B | Vanderzwalmen P | Zech H | Zech I

Journal: Journal für Fertilität und Reproduktion
ISSN 1019-066X

Volume: 9;
Issue: 3;
Start page: 7;
Date: 1999;
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Keywords: Embryonalentwicklung | Embryonentransfer | Fertilität | Kulturmedium

ABSTRACT
In der in vitro Fertilisierung wird der Embryotransfer routinemäßig am Tag 2 oder 3 nach der Punktion vorgenommen. Oft werden 2 oder 3 Embryonen transferiert, um die niedrige Implantationsrate zu kompensieren und eine bessere Schwangerschaftsrate zu erzielen. In vivo erreichen Embryonen den Uterus erst im Morula- oder Blastozystenstadium. Durch Transfer von Embryonen am Tag 5 kann eine bessere Synchronisierung zwischen Uterus und Entwicklungsstadium erreicht werden. Es können Embryonen z. B. bezüglich Entwicklungspotential und Aktivierung des embryonalen Genoms selektiert werden. Die Kultivierung bis Tag 5 kann mittels sequentiellen Medien, die die sich ändernden Bedürfnisse der Embryonen während ihrer Entwicklung berücksichtigen, erfolgen. Wir untersuchten (a) das Entwicklungspotential von Embryonen in zwei verschiedenen sequentiellen Medien (IVF50-S2 oder S1-S2) und (b) in zwei verschiedenen Kultursystemen (in Mikrotropfen unter Öl oder in großem Volumen ohne Öl). Ad (a): Es entwickelten sich 34% der nicht transferierten Embryonen in IVF50-S2 und 29% in S1-S2 bis zur Blastozyste weiter. Überzählige Embryonen, die am Tag 2 Qualität Grad A aufwiesen, entwickelten sich bedeutend öfter zu Blastozysten weiter als Embryonen der Qualität B und C. Die Entwicklungsgeschwindigkeit war mit S1-S2 etwas, aber nicht signifikant schneller im Vergleich zu IVF50-S2. Ad (b): Zwischen den beiden Kultursystemen konnte kein Unterschied festgestellt werden. Die klinische Anwendung zeigt, daß bei Patienten mit wiederholt negativen Versuchen eine hohe Schwangerschaftsrate mit Transfer von Tag 5 Embryonen erzielt werden konnte. Bei 3 Patienten konnte kein Transfer vorgenommen werden, da sich ihre Embryonen alle nicht weiterentwickelten. Der Transfer von Morulae am Tag 5 resultierte in keiner Schwangerschaft. Transferierte man Embryonen, die bereits am Tag 4 im Morulastadium waren, so konnte eine Schwangerschaftsrate von 33,3% erreicht werden.
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