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Endometriose - wie fühlt sich meine Patientin?

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Author(s): Bitzer J | Alder J | Greiner-Mai E | Skott F

Journal: Journal für Fertilität und Reproduktion
ISSN 1019-066X

Volume: 9;
Issue: 5;
Start page: 27;
Date: 1999;
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Keywords: Endometriose | Fertilität | Gynäkologie | Lebensqualität | Menopause

ABSTRACT
Die Endometriose ist die zweithäufigste benigne Erkrankung in der Gynäkologie. Das Fehlen eindeutiger Verlaufsparameter und individuell stark divergierende Symptome machen die Diagnose schwierig. So wird sie meist lange Zeit nicht erkannt. Da bisher keine ursächliche Therapie möglich ist, bleibt nur die Behandlung der Symptome. Rezidive und Chronizität sind häufig. Vielen Patientinnen bereitet die Erkrankung sowohl grosse physische als auch psychische Probleme. Die Beziehung zwischen Arzt und Patientin ist aus diesen Gründen vielen Belastungen ausgesetzt. Diese Problematik war für uns Anlass, eine Untersuchung durchzuführen, die sich speziell mit den Schwierigkeiten für Arzt und Patientin beim Umgang mit der Endometriose beschäftigt. Es wurde ein Untersuchungsinstrument aus 2 Fragebögen für Ärzte und für Patientinnen entwickelt. An der Untersuchung beteiligten sich 162 Gynäkologen und 34 Patientinnen unter Behandlung mit einem GnRH-Agonisten (Decapeptyl). Die Ergebnisse der Ärzte- und der Patientinnenbefragung zeigen, dass die kommunikativen Anforderungen im Umgang mit Endometriosepatientinnen gewachsen sind. Insgesamt ergibt sich ein positives Gesamtbild der Lebensqualität unter der Behandlung, was durch den hohen Prozentsatz der mit der Behandlung zufriedenen Patientinnen bestätigt wird. Von besonderer Bedeutung ist das Resultat, dass dem Medikament und der ärztlichen Betreuung zu etwa gleichen Teilen eine heilende, bessernde Kraft zugeschrieben wird. Die Patientinnen wünschen sich eine enge, persönliche Beziehung zu ihrem Arzt, die ihnen bei der Bewältigung der Erkrankung hilft. Dies führt den hohen Stellenwert der Persönlichkeit des Arztes und der Wichtigkeit einer guten Arzt-Patientin-Beziehung deutlich vor Augen. Die Unterstützung durch Dritte (Psychologen, Selbsthilfegruppen, Patientenseminare, Beratungsstellen) wird eher zurückhaltend beurteilt.
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