Academic Journals Database
Disseminating quality controlled scientific knowledge

Ergebnisse und Lebensqualität nach operativer Versorgung der akuten Aortendissektion Typ A Stanford

ADD TO MY LIST
 
Author(s): Khaladj N | Peters S | Shresta M | Winterthaler M | Hoy L | Pichlmaier M | Haverich A | Hagl C

Journal: Zeitschrift für Gefäßmedizin
ISSN 1812-9501

Volume: 6;
Issue: 2;
Start page: 9;
Date: 2009;
VIEW PDF   PDF DOWNLOAD PDF   Download PDF Original page

Keywords: Aorta | Gefäßchirurgie | Gefäßmedizin

ABSTRACT
Die operative Versorgung der akuten Aortendissektion Stanford A (AADA) stellt eine große chirurgische Herausforderung dar. Neben dem Ersatz des erkrankten Gefäßes ist vor allem die Protektion des Gehirns während des Kreislaufstillstands wichtig, um die Inzidenz neurologischer Komplikationen zu reduzieren. Neben dem alleinigen hypothermen Kreislaufstillstand (HKS) wird bei Patienten zur Neuroprotektion zusätzlich eine selektive antegrade zerebrale Perfusion (SACP) durchgeführt. 148 Patienten wurden retrospektiv untersucht. 50 wurden im hypothermen Kreislaufstillstand operiert, bei 98 wurde zusätzlich eine SACP angewandt. Prä- und intraoperative Daten wurden in die Analyse für Mortalität und Morbidität mit Fokus auf temporäre und permanente neurologische Dysfunktionen (TND/PND) einbezogen. Im Zuge der Nachuntersuchung wurde zudem die Lebensqualität (SF-36) der Patienten postoperativ ermittelt. 25 % der Patienten verstarben innerhalb von 30 Tagen (n = 37), weitere 18 (19 %) im Erfassungszeitraum der Nachuntersuchung, welche zu 96 % vollständig war (Median 41 Monate). Bei 81 Patienten konnte ein vollständiger Status inkl. SF-36 erhoben werden (91 %). Risikofaktoren für die 30-Tages-Mortalität waren die Aortenruptur (p = 0,001), hämodynamische Instabilität (p = 0,005) und Adipositas (p = 0,036). Schlaganfälle in der Vorgeschichte waren Risikofaktoren für PND (p = 0,046) sowie die fehlende SACP (p = 0,001). Die Lebensqualität war mit den Daten eines Normalkollektivs vergleichbar, die Art und Dauer der Neuroprotektion hatte keinen Einfluss auf die ermittelten Werte. Die Ergebnisse nach operativer Versorgung der AADA sind im Wesentlichen von dem präoperativen Zustand der Patienten abhängig. Durch additive Protektionsverfahren konnte die Indzidenz von PND gesenkt werden.
Save time & money - Smart Internet Solutions      Why do you need a reservation system?