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Gaja von Sychowski: Geschlecht und Bildung. Beiträge der Gender-Theorie zur Grundlegung einer Allgemeinen Pädagogik im Anschluss an Judith Butler und Richard Hönigswald. Würzburg: Verlag Königshausen & Neumann 2011.

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Author(s): Sahra Dornick

Journal: querelles-net
ISSN 1862-054X

Volume: 13;
Issue: 4;
Date: 2012;
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Keywords: Geschlecht | Gender | Bildung | Kultur

ABSTRACT
In der Veröffentlichung ihrer Habilitationsschrift geht Gaja von Sychowski das Vorhaben an, eine Allgemeine Pädagogik im Kontext poststrukturalistischen Denkens zu entwerfen. Damit greift sie nicht nur ein längst überfälliges Thema auf, es gelingt ihr zudem, dieses auf höchstem theoretischem Niveau zu bearbeiten. Die formalistische Konsequenz, mit der die Autorin ihre Forschung vorantreibt, ist dabei jedoch zwiespältig: Zwar schlägt sie durch die Reduzierung von Komplexität Brücken zwischen verschiedenen Disziplinen, andererseits verliert Geschlecht, wenn es schließlich unter Performanz subsumiert wird, an Bedeutung, und es entsteht so der Grundriss einer Allgemeinen Pädagogik, in welcher die subjektkonstituierende Macht von Geschlecht unterschlagen wird.In the publication of her professorial dissertation, Gaja von Sychowski intends to design a general pedagogy within the context of poststructuralist thinking. In doing so, she not only addresses a long overdue topic, but she also succeeds in elaborating it on a most abstract level. However, the formalistic consistency that the author uses to advance her research is ambivalent: on the one hand, the reduction of complexity bridges gaps between different disciplines, on the other hand, gender loses meaning if it is eventually subsumed under performance. Consequently, an outline of a general pedagogy, which omits the subject-constituting power of gender, emerges.
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