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Kurze Geschichte der Neurowissenschaften in Österreich

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Author(s): Jellinger KA

Journal: Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie
ISSN 1608-1587

Volume: 10;
Issue: 4;
Start page: 5;
Date: 2009;
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Keywords: Medizingeschichte | Neurobiologie

ABSTRACT
Unter dem Einfluss des Pathologen C. Rokitansky waren das Dreigestirn L. Türck als Initiator, Th. v. Meynert als Aktivator und H. Obersteiner die Gründungsväter der Neurowissenschaften in Wien. Ihnen folgten Wissenschaftler wie S. Freud, O. Redlich, F. Sträussler und P. Schilder. Die drei österreichischen Nobelpreisträger waren R. Barany (1914, Pathologie des Vestibularapparats), J. Wagner v. Jauregg (1927, Malariafiebertherapie) und O. Loewi (1936 mit Sir H. Dale, chemische Neurotransmission). Bedeutende Neurowissenschaftler im frühen 20. Jahrhundert waren A. Schüller, C. v. Economo, E. Gamper, J. Gerstmann, A. E. Spiegel und O. Marburg. Wichtige Forschungsstätten waren die Kliniken für Psychiatrie I und II (Gründung 1870, Vereinigung 1911; 1971 Trennung in Neurologie, Psychiatrie und Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters), das Obersteiner-Institut in Wien (Gründung 1882; 1993 Trennung in Klinische Abteilung für Neurologie AKH und Hirnforschungszentrum der Medizinischen Universität Wien), die Universitätskliniken für Neuro-Psychiatrie in Graz und Innsbruck (Gründung 1891, Trennung 1995, dzt. F. Fazekas und H.-P. Kapfhammer bzw. W. Poewe und H. Hinterhuber). H. Hoff, O. Pötzl, O. Kauders, F. Seitelberger, H. Reisner, W. Birkmayer, O. Hornykiewicz, H. Petsche, F. Gerstenbrand, H. Bernheimer, W. D. Heiss, L. Deecke und ihre Aus dem Institut für Klinische Neurobiologie, Universität Wien Korrespondenzadresse: Univ.-Prof. Dr. med. Kurt Jellinger, Institut für Klinische Neurobiologie, Universität Wien, A-1070 Wien, Kenyongasse 18; E-Mail: kurt.jellinger@univie.ac.at Mitarbeiter leisteten wichtige Beiträge zu den modernen Neurowissenschaften. Forschungsschwerpunkte sind bildgebende Verfahren, Neuroimmunologie, Neurogenetik, Molekular- und Zellbiologie sowie neurodegenerative und stoffwechselbedingte Erkrankungen des Nervensystems. Die Gründung des Zentrums für Hirnforschung der Medizinischen Universität Wien sowie Projekte für die Schaffung von Neurozentren an den Medizinischen Universitäten Graz und Innsbruck sind wichtige Schritte zur Anbindung der österreichischen Neurowissenschaften an die internationale Forschergemeinschaft.
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