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Leptin in Relation zu Östradiol, Progesteron und Prolaktin in Follikeln von IVF- und ICSI-Patientinnen

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Author(s): Wolf HJ | Daxenbichler G | Dieplinger H | Ebenbichler CF | Illmensee K | Jerkovic L | Sölder E

Journal: Journal für Fertilität und Reproduktion
ISSN 1019-066X

Volume: 9;
Issue: 4;
Start page: 16;
Date: 1999;
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Keywords: Endokrinologie | Fertilität | Follikulogenese | Intrazytoplasmatische Spermieninjektion | IVF | Leptin | Progesteron | Prolaktin | Östradiol

ABSTRACT
Leptin wurde 1994 als zentrales, hungerregulierendes Stoffwechselhormon entdeckt. Seither konnte in einer Reihe von Untersuchungen die Bedeutung dieses Hormons für die Reproduktion bei Tier und Mensch gezeigt werden, wobei Funktion und Regulation von Leptin im Rahmen der Reproduktion noch nicht im Detail geklärt sind. Um eine mögliche Bedeutung von Leptin für die Follikulogenese zu untersuchen, haben wir in unserer Studie Leptinkonzentrationen in Follikelflüssigkeiten von Follikeln unterschiedlicher Größe nach kontrollierter hormoneller Stimulation von IVF- und ICSI-Patientinnen bestimmt. Leptinwerte in kleinen Follikeln betragen etwa 3,9 ng/ml, in mittleren etwa 4,6 ng/ml und in großen etwa 9,0 ng/ml. Dabei wurde auch das Vorkommen von Eizellen in den Follikelflüssigkeiten berücksichtigt. Zusätzlich wurden Östradiol, Progesteron und Prolaktin in diesen Proben bestimmt, da im Spontanzyklus gezeigt wurde, daß Hormone und vor allem Progesteron einen Einfluß auf die Leptinproduktion haben. Die Konzentration der drei Hormone sowie die des Leptins steigt mit der Follikelgröße an, wobei in großen Follikeln mit Eizellen die höchsten Konzentrationen gemessen werden. Die Leptinmenge ist jedoch unabhängig von der Gesamtmenge an Protein in der Follikelflüssigkeit (p = 0,165). Im Serum ist Leptin nach hormoneller Stimulation deutlich höher als im Spontanzyklus (12,7 ng/ml vs. 5,5 ng/ml). Wir finden eine streng positive Korrelation zwischen Serumleptin und Leptin in der Follikelflüssigkeit großer Follikel (p 0,001), wohingegen sich keine Korrelation mit Östradiol, Progesteron oder Prolaktin nachweisen läßt. Auch beobachten wir keinerlei Zusammenhang zwischen der applizierten, rekombinanten FSH-Menge sowie den FSH-Werten im Serum mit den jeweiligen Leptin-Konzentrationen in den Follikelflüssigkeiten. Unter kontrollierter hormoneller Stimulation scheinen FSH, Östradiol, Progesteron und Prolaktin keinen direkten Einfluß auf die Leptinproduktion zu haben. Aus unseren Ergebnissen schließen wir, daß Leptin von Bedeutung für Reifung und Differenzierung von Follikel und Eizelle ist und damit einen weiteren biochemischen und funktionellen Marker für die assistierte Reproduktion darstellt.
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