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Polymorphismen des Angiotensin-Converting-Enzym-Gens beeinflussen depressive Störungen und kardiovaskuläre Erkrankungen

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Author(s): Baghai TC | Born C | Häfner S | Eser D | Schüle C | Länger A | Leicht G | Damm J | Rupprecht R | Bondy B

Journal: Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie
ISSN 1608-1587

Volume: 10;
Issue: 4;
Start page: 24;
Date: 2009;
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Keywords: Kardiologie | Neurologie | Psychiatrie | Psychotherapie

ABSTRACT
Depressive Störungen („Major depressive disorder“, MDD) sind sowohl mit kardiovaskulären Erkrankungen als auch mit der dadurch bedingten Mortalität assoziiert. Eine Überaktivität der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren- („hypothalamic-pituitary-adrenal“, HPA) Achse und Entzündungsprozesse wurden ebenfalls bei beiden Erkrankungen gefunden. Man nimmt an, dass das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE) die Aktivität des HPA-Systems beeinflusst. Das ACE-Gen, welches mit kardiovaskulären Erkrankungen assoziiert ist, stellt daher ein geeignetes Kandidatengen für die Untersuchung von Assoziationen mit affektiven Erkrankungen dar. Wir untersuchten die genetische Assoziation von Polymorphismen des ACE-Gens mit der Suszeptibilität für eine MDD in 2 unabhängigen Fall- Kontroll-Stichproben. Darüber hinaus wurde die genetische Assoziation des ACE-Insertions/Deletions- Polymorphismus und des Einzelnukleotidpolymorphismus („single nucleotide polymorphism“, SNP) rs4291 mit der Aktivität des Renin- Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) sowie mit der Funktion der HPA-Achse untersucht. Weiters wurden somatische Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen wie z. B. das Creaktive Protein (CRP) bei depressiven Patienten analysiert. Weiters wurden Zusammenhänge zwischen Polymorphismen des ACE-Gens und klassischen kardiovaskulären Risikofaktoren, die auch in den Framingham-Index zur Risikobewertung eingehen, bei Patienten mit einer MDD, einer koronaren Herzerkrankung (KHK) und bei gesunden Kontrollpersonen untersucht. Es gab einen signifikanten Zusammenhang zwischen SNPs des ACE-Gens und dem Vorhandensein einer MDD. Das T-Allel des SNP rs4291 war mit Depressionen, einer höheren ACE-Serumaktivität und einer HPA-Hyperaktivität assoziiert. Zudem war die basale CRP-Konzentration bei Patienten höher als bei Kontrollpersonen. Sie hing signifikant vom Schweregrad der Depression ab und zeigte eine Assoziation mit Polymorphismen des ACE-Gens. Klassische kardiovaskuläre Risikofaktoren zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen depressiven Patienten und gesunden Kontrollpersonen. Varianten des ACE-Gens, z. B. der SNP rs4291, werden als Suszeptibilitätsfaktor für eine MDD angesehen. Zudem konnten wir einen Einfluss auf die ACE-Aktivität und die Überaktivität der HPAAchse zeigen. Varianten des ACE-Gens stellen somit möglicherweise eine pathophysiologische Verbindung zwischen unipolaren Depressionen und kardiovaskulären Erkrankungen dar. Des Weiteren bestätigen unsere Ergebnisse die Hypothese, dass erhöhte CRP-Spiegel bei beiden Erkrankungen mit den gleichen genetisch determinierten pathophysiologischen Prozessen innerhalb des RAAS in Beziehung stehen.
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