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Schreiben → Senden → Schauen? – Medienmacht und Medienohnmacht im Prozess der symbolischen Regionalisierung

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Author(s): T. Felgenhauer | A. Schlottmann

Journal: Social Geography Discussions
ISSN 1816-1499

Volume: 2;
Issue: 1;
Start page: 161;
Date: 2006;
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ABSTRACT
Die aktuelle sozialgeographische Diskussion richtet ihr Augenmerk zunehmend auf die Rolle der Medien bei der Ausprägung und sozialen Etablierung symbolischer Geographien. Insbesondere die Frage nach ihrem Machtpotential bei der Durchsetzung bestimmter Weltbilder wird gestellt. Die vorliegende Studie beschäftigt sich anhand des Beispiels des Mitteldeutschen Rundfunks und der Etablierung sowie symbolischen Besetzung des Toponyms Mitteldeutschland mit der Frage, wie der Medien-Macht-Komplex im Hinblick auf symbolische Regionalisierungen angemessen beschrieben und empirisch untersucht werden kann. Mit einem qualitativen Forschungsdesign und einer konsequenten Sprachorientierung soll daran anschließend eine Beantwortung der Frage nach der Medienmacht im Regionalisierungsprozess gegeben werden. Auch medial konstruierte Geographien, so das Hauptresultat, können zwar auf der Ebene ihrer expliziten Propagierung forciert werden, bleiben aber in ihren Konstruktions modi auf überkommene Weisen der Weltaneignung angewiesen. Die Medienmacht speist sich eher aus dem gelungenen Anschluss und der gelungenen Integration neuer Regionsbezeichnungen in die bereits etablierten Weisen alltäglicher Raumsprache.
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