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Sowjetische Frauenzeitschriften schaffen die „Neue Frau" Exploring Sovjet Women’s Magazines as Creators of the New Woman

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Author(s): Elena Gapova

Journal: querelles-net
ISSN 1862-054X

Volume: 2;
Issue: 3;
Date: 2001;
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Keywords: Medien | Neuzeit | Osteuropa und Russland | Staat | Geschlecht | Gender

ABSTRACT
Die sowjetische Geschichte während der ersten drei Jahrzehnte der kommunistischen Herrschaft (bis zu Stalins Tod) ist kein unbeschriebenes Blatt. Frauen erhielten während dieser Zeit mehr Aufmerksamkeit, als man meinen könnte; tatsächlich vollzogen sich damals weitreichende Veränderungen in den Geschlechterverhältnissen. Die vorliegenden Werke sehen diese Periode der 20er Jahre in ihrer überwiegenden Zahl als eine Zeit, in der sich revolutionäre Initiativen für Frauen vollzogen haben, auf die ein „großer Rückzug“ in den 30er Jahren bis zu der Zeit, in der Stalin an die Macht kam, folgte, in dem progressive Pläne von sozialkonservativen Kräften wieder unterdrückt wurden. Dieser Sicht wurde vor kurzem widersprochen und die These entgegengehalten, dass eine radikale Veränderung der Strategien nicht stattfand. Beide Auffassungen beschäftigen sich dabei mit der Frage „was die Bolschewiken nicht für die Frauen getan haben“. In jedem Fall aber bietet diese Zeit noch viel Raum für weitergehende Forschungen. Lynne Attwood, die vor kurzem Bücher mit den Titeln „Der neue sowjetische Mann und die neue sowjetische Frau: Geschlechtsrollenspezifische Sozialisation in der UdSSR“ und „Rote Frauen auf der Leinwand: Sowjetische Frauen und Kino während der kommunistischen Ära“ veröffentlicht hat, beschreibt als das Ziel ihrer neuen Studie „die Rolle zu erforschen, die die Frauenzeitschriften Rabotnytsa (Arbeiterin) und Krestyanka (Bäuerin) bei dem Versuch gespielt haben, die neue sowjetische Frau durch die Präsentation geeigneter Rollenvorbilder weiblicher Identität für ihre Leserinnen zu schaffen.Soviet history of the first three decades of communist rule (until Stalin’s death) is not an unknown area in which the women received considerably less attention than one could have thought—in fact, grandiose transformations of gender relations were taking place during the time. The existing works largely interpret the period as having seen revolutionary, women-oriented initiatives of the 1920s which were followed by the “great retreat” during the 1930s up to the time when Stalin came to power and progressive policies were suppressed by social conservatism. This view has recently been contested by one suggesting that there was no radical change of policy, though in both cases the discourse to a great part has been revolving around the issue of “what Bolshevics did not do for women”. However, much is still left to explore during the period this book deals with. Lynne Attwood (who has already published “The New Soviet Man and Woman: Sex-Role Socialization in the USSR” and “Red Women on the Silver Screen: Soviet Women and Cinema from the Beginning to the End of the Communist Era") puts the purpose of her new study thus: “to explore the role played by the women’s magazines Rabotnytsa (Woman-worker) and Krestyanka (Woman-peasant) in attempting to create the new Soviet woman by providing readers with appropriate models of female identity”.
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