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Testikuläre Spermienextraktion und konsekutive ISCI-Zyklen nach Kryokonservierung

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Author(s): Schneider T | Katzorke Th | Kolodziej FB | Lümmen G | Propping D | Rübben H | Sperling H | Willms E

Journal: Journal für Fertilität und Reproduktion
ISSN 1019-066X

Volume: 10;
Issue: 5;
Start page: 14;
Date: 2000;
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Keywords: Fertilität | ICSI | Intrazytoplasmatische Spermieninjektion | Kryokonservierung | TESE | testikuläre Spermienextraktion

ABSTRACT
Einleitung: Die Kombination der testikulären Spermienextraktion (TESE) mit der Kryokonservierung ermöglicht die Durchführung mehrerer intrazytoplasmatischer Spermieninjektionen (ICSI) nach einem operativen Eingriff. Wir haben die Schwangerschaftsraten bei konsekutiven ICSI-Zyklen mit "frischen" und kryokonservierten testikulären Spermatozoen ausgewertet. Material und Methoden: Von 6/97 bis 3/99 haben wir im Rahmen der Kooperation mit dem Institut für Reproduktionsmedizin Essen 67 Paare mit einer TESE und Kryokonservierung der Spermien für bis zu 4 konsekutive ICSI-Zyklen behandelt. Bei weiteren 28 Paaren führten wir parallel zur TESE einen Zyklus ICSI mit "frischen" Spermatozoen durch, der Rest wurde kryokonserviert und ebenfalls für bis zu 3 weitere ICSI-Zyklen verwandt. Ergebnisse: Bei auschließlicher Verwendung kryokonservierter Spermatozoen konnten wir im ersten Zyklus ICSI eine Schwangerschaftsrate (SSR) von 29,0% pro Embryotransfer (ET) erreichen. Die weiteren SSR/ET waren 40,0% (2. Zyklus), 17,0% (3. Zyklus) und 0 % (4. Zyklus). Die kumulative SSR betrug 40,0% / TESE und 28,0% / Hormonstimulation der Partnerin. Unter Nutzung frischer Spermatozoen im ersten Zyklus erzielten wir eine SSR/ET von 31,8%. Bei weiterer Verwendung kryokonservierter Spermatozoen konnten wir eine SSR/ET von 11,1% (2. Zyklus), 50,0% (3. Zyklus) und 33,0% (4. Zyklus) erzielen. Die kumulative SSR betrug 43,0% / TESE und 23,5% / Hormonstimulation. Es zeigte sich kein signifikanter Unterschied bei der Verwendung "frischer" oder kryokonservierter Spermatozoen im Primärzyklus, auch die kumulative Gesamtschwangerschaftsrate zeigte keinen signifikanten Unterschied. Die statistische Analyse wurde mit dem t-Test durchgeführt. Schlußfolgerung: Wir konnten keinen signifikanten Unterschied in der SSR/ET bei der Verwendung frischer oder kryokonservierter Spermatozoen im ersten Zyklus nachweisen. Nur durch Kryokonservierung können exzellente kumulative SSR nach konsekutiven ICSI-Zyklen bei lediglich einem operativen Eingriff erzielt werden. Eine TESE sollte daher nur in Kombination mit der Kryokonservierung durchgeführt werden.
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