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Überleben & Überschreiten vs. Überlesen & Überschreiben. Die heteronormative Ordnung des queeren Diskurses

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Author(s): Dirk Schulz

Journal: Textpraxis : Digitales Journal für Philologie
ISSN 2191-8236

Issue: 5;
Date: 2012;
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Keywords: Roland Barthes | Judith Butler | English literature | englische Literatur | gender | heteronormativity | Heteronormativität | Homosexualität | Identität | identity | modernism | Moderne | Modernismus | Mrs. Dalloway | Performativität | queer theory | The Picture of Dorian Gray | Oscar Wilde | Virginia Woolf | Dirk Schulz

ABSTRACT
Sowohl im akademischen als auch im populären Gebrauch wird ›queer‹ infolge des fortwährenden Überschreibens und Überlesens bewusst ambivalenter Textgestaltungen schon seit einiger Zeit nicht mehr abgrenzend zu den häufig analog gebrauchten Termini gay/lesbian oder homosexual verstanden. Beispielhaft für diese Heteronormativierung ist der Umgang mit Oscar Wildes The Picture of Dorian Gray und Mrs. Dalloway von Virginia Woolf. Ihre genuin queere Verweigerung einer definierenden und kategorisierenden Denk- und Schreibweise findet bislang weder in der kritischen Rezeption noch in ihren Adaptionen der Milleniumswende ihre angemessene Korrespondenz. Im Gegenteil, das Beharren beider Erzählungen auf Uneindeutigkeit als Überlebensprinzip wird als ›Pose‹ bzw. ›Verschleierungstaktik‹ verstanden, wobei autobiographische Bezüge der Autor_innen vorherrschen. Auf diese Weise werden die subversiven Erzählstrategien beider Texte in eine heteronormative Ordnung überführbar
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