Academic Journals Database
Disseminating quality controlled scientific knowledge

Und wenn sie nicht getötet wurden, dann hexen sie noch heute? They Went on Conjuring Happily Ever After?

ADD TO MY LIST
 
Author(s): Angela Schwarz

Journal: querelles-net
ISSN 1862-054X

Volume: 3;
Issue: 7;
Date: 2002;
Original page

Keywords: Hexen | Mittelalter | Neuzeit | Religion | Geschlecht | Gender

ABSTRACT
Der Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung im Hamburger Museum für Völkerkunde (2.5.2001 – 1.4.2002) nähert sich dem Thema „Hexen“ in sieben Beiträgen und den Ausstellungstexten zu den im Museum gezeigten zwanzig Themen. Trotz des mentalitätsgeschichtlichen Einstiegs von Peter Dinzelbacher und des unverzichtbaren Blicks in den Umgang mit sogenannten „Hexen“ in der Frühen Neuzeit werden die in Vergangenheit und Gegenwart angesiedelten Hexenwelten nicht primär historisch oder kulturhistorisch analysiert. Auch die Ansätze der Geschlechterforschung scheinen bestenfalls gelegentlich durch. Vielmehr richtet sich der Blick des Völkerkundlers auf das Phänomen und seine Wahrnehmung, um etwas über die Faszination von Hexerei und magischem Denken zu erfahren, die dem säkularen, wissenschaftlichen Denken der heutigen Zeit so augenfällig widerspricht. Folglich nimmt auch die Erscheinung der sogenannten „Neuen Hexen“ in Westeuropa und den USA breiten Raum ein, denen, wie bei den vorgeblichen „Hexen“ der Frühen Neuzeit, Frauen und Männer zugerechnet werden. Die „Neuen Hexen“ werden hier als Erscheinungsform einer neuen Spiritualität, als Vertreterinnen und Vertreter einer neuen Religion in den Blick genommen. Leserschaft wie das Publikum der Ausstellung, – gedacht ist weniger an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als an allgemein interessierte Zeitgenossen – sind aufgefordert, sich anhand der gebotenen Informationen die Frage zu beantworten, ob es Hexen – oder wohl genauer das, was die einzelne Betrachterin oder der einzelne Betrachter darunter versteht – wirklich gibt.This catalogue accompanies an exhibition entitled “Worlds of witches,” on display in the ethnological museum in Hamburg from May 2001 to April 2002 (and in Berlin between May 2002 and August 2002). The subject of “witches” and “witchcraft” is dealt with in seven articles and twenty short texts presented in the exhibit. Even though the catalogue starts out discussing popular views on mysticism in early modern times and the persecution of women as “witches” in early modern Hamburg, the book does not primarily investigate witches and witchcraft from a historical or cultural-historical perspective. Neither does the book’s concept appear informed by approaches from the field of women’s studies and gender studies. The dominating perspective is that of an ethnologist in search of explanations for today’s fascination with witchcraft and magic. Thus, quite a bit of space is devoted to talking about present-day forms of witchcraft in Western Europe and North America, practiced by both men and women. The discussion of practitioners engaged in “Reclaiming Community” serves to present witchcraft as a certain type of spirituality, a new religion in a world dominated by science and technology. The exhibition as well as its catalogue intends to assist visitors of the exhibit and readers in deciding for themselves whether “witches”—however one might define them—really exist.
Affiliate Program      Why do you need a reservation system?